19
Feb
2026

Flucht gelungen

Fasnacht ist für viele ein Höhepunkt. Es sei Ihnen gegönnt. Für mich nicht, und meine Ablehnung wächst. Jährlich, mit der fortschreitenden Sinnbefreiung des vermeintlich Traditionellen.

Inzwischen im zehnten Jahr suchen wir die Flucht. Durch die Schweiz, über die Hochsavoyer Berge, vorbei an Aubagne (Grüße an Marcel Pagnol), vorbei an Aix, bevor sich beim Autobahndurchbruch oberhalb von La Ciotat das erste Mal das glitzernde Meer zeigt. Leise hören wir dort immer 'La Mer' von Charles Trenet.

Unser Ziel ist Le Lavandou. Ein älteres Paar vermietet uns dort ein kleines Appartement, direkt am Meer, im 4.Stock mit herzerfrischender Aus- und Rundumsicht. Wir sind quasi Stammgäste. Die Mimosen und die Strelizien blühen im sogenannten öffentlichen Raum. Und auch unser Leben blüht dadurch auf.

Die Bäckerin, der Mimosenzüchter, Micka der Besitzer der Bar LE CENTRE und das Personal 'unserer' Restaurants erkennen uns freudig wieder, auch wenn immer ein ganzes Jahr dazwischen liegt. Wir haben hier als Fasnachtsflüchtlinge inzwischen einen Duldungsstatus mit begrenztem Bleiberecht. Die karnevalesken Blumenumzüge, genannt CORSO FLEURIE meiden wir und genießen deren Ablenkungsstatus. Dafür ist im Rest dann geliebter Freiraum.

Heute war Wochenmarkt. Es bräuchte nur ein Zehntel der Stände: die ProducteurAgricole, die kleine Käserei, den Bäcker aus dem Hinterland mit dem guten Vollkornbrot. Der verzichtbare Rest sind Verkäufer von Unnützem, das nach Plastik stinkt und/oder untauglich ist.

Wichtig auch der Poissonier! Fische mit klaren Augen. Gute, frische Ware auf ganzer Länge. Den Preis muss man dann auch akzeptieren und baldmöglichst abhaken.
Frau D. und ich traten am Fischstand in Verhandlungen wegen des Abendessens und legten uns zügig fest. Ein Turbot allerhöchster Güte. 1,3 Kilo und damit zuviel für zwei -inzwischen- angejahrte Menschen.
Also das Prachtexemplar längs geteilt und eine Hälfte für morgen weggelegt.

Turb1

Die zweite, wunderschöne Hälfte des Steinbutts nach Art von Witzigmann zubereitet. Gesehen habe ich es vor Monaten beim tollen Sepp Schellhorn (Gastwirt, Revoluzzer, inzwischen Staatssekretär) auf Youtube.

Auflaufform ölen und mit angedrücktem Knoblauch belegen.
Darauf, den gesalzen und gepfefferten Steinbutt legen ( Weiße Haut unten).

Turb2

Darüber eine Melange streichen aus blanchiertem, ausgedrücktem, kleingehacktem Spinat/Mangold, angebratene Toastbrotwürfel, Tomatencoulis, reichlich Creme Fraiche und ein wenig Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette.

Turb3

Im Ofen bei 180 Grad für 30-35 Minuten. Dann kann das Schlemmen beginnen. Wir hatten dazu einen Vin Blanc von der Domain Sanglière. Ein knallharter Vertreter der Sauvignon Blanc Eisdrops-Linie. Hat gepasst!

Turb5

Heute früher ins Bett. Müde vom Tag und Verdauen.

Und noch ein Tipp: Wer gerne mit Fisch arbeitet und gerne dazulernt, dem sei diese Seite ans kochende Herz gelegt. Klasse Anleitungen:
https://youtube.com/@fischgrubergmbhwien?si=8Z4Zgf5MtQyXJntO


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Nichts ist so absurd, dass es Gläubige nicht glaubten oder Beamte nicht täten. (Arno Schmidt)

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